Der Frühling ist ein guter Zeitpunkt, um den Körper zu entgiften. Dazu steht uns eine Vielzahl an Möglichkeiten zur Verfügung. Eine davon ist eine Leberwickelkur.

Leber

Die Leber ist eines unserer wichtigsten Entgiftungsorgane. Sie dankt es uns, wenn sie durch heiß-feuchte Wickel bei ihrer Arbeit unterstützt wird. Heiß-feuchte Wickel bewirken eine bessere Durchblutung des Bauchraumes, v.a. der Leber, der Gallenblase und der Gallengänge. Dadurch wird der Stoffwechsel aktiviert und der Abfluss der Gallenflüssigkeit begünstigt. Außerdem kann man mit Leberwickel neben der Unterstützung der Entgiftung und der Förderung der Durchblutung auch Darmkrämpfen vorbeugen und es ist zudem eine gute Maßnahme gegen Durchfall oder Verstopfung.

Leberwickel kann man entweder einzeln immer wieder zwischendurch machen oder als Kur, also für den Zeitraum von drei Wochen täglich einen Wickel machen. Der beste Tageszeitpunkt ist entweder nachmittags zwischen 13:00 und 15:00 Uhr oder abends vor dem Zu-Bett-Gehen. Keinesfalls angewendet werden darf der heiß-feuchte Leberwickel bei Magenblutungen, Magen-Darmgeschwüren oder während der Menstruationsblutung. Außerdem ist in der Schwangerschaft Vorsicht geboten, daher sollte diese Maßnahme unter diesen Umständen auf jeden Fall vorher mit dem Arzt besprochen werden.

Die Müdigkeit ist der Schmerz der Leber. Daher ist eine Leberentgiftung besonders dann angezeigt, wenn eine länger andauernde Müdigkeit – wie beispielsweise die Frühjahrsmüdigkeit – besteht.

 

 

Anwendung:

Für den heißkalten Leberwickel benötigt man ein Baumwolltuch, je ein kleines und ein großes Frotteehandtuch, eine Wärmeflasche und natürlich heißes Wasser. Vorsicht ist bei der Temperatur geboten: bei zu heißem Wasser besteht Verbrühungsgefahr, daher immer vorher die Temperatur kontrollieren, besonders wenn der Wickel bei Kindern angewandt wird.

Das Baumwolltuch tränkt man in heißes Wasser und windet es aus – es darf nicht mehr tropfen. So legt man es auf den rechten Oberbauch. Dort befindet sich hinter dem Rippenbogen die Leber. Danach wickelt man die vorher mit heißem Wasser befüllte Wärmeflasche in das kleine (trockene) Frotteehandtuch und legt sie auf das feucht Baumwollhandtuch. Das Ganze wird dann noch mit dem großen Frotteehandtuch fixiert, indem man dieses um den ganzen Körper wickelt. Dabei sollte der Wickel komplett umschlossen werden, sodass keine Luft mehr dazu kommt. Der Wickel sollte eine halbe bis ganze Stunde belassen werden, danach sollte man etwa 15 Minuten nachruhen.

Eine Alternative zu Wasser und Wärmflasche besteht in gekochten Kartoffeln. Sie haben den Vorteil, dass sie die Wärme langsam und kontinuierlich abgeben. Dafür werden vier bis sechs Kartoffeln weich gekocht. Nachdem sie etwas ausgekühlt sind, zerdrückt man sie mit der Hand zwischen zwei Küchenrollenlagen. Dann wickelt man dieses „Päckchen“ in ein Geschirrtuch und legt es auf die betroffene Stelle. Dort wird es wieder mit einem großen Frotteehandtuch fixiert.

Foto: © Fotolia: maya2008