Der Tee – das Wundermittel

Heilpflanzentees sind ein Bereich der Phytotherapie und die ursprüngliche Form der Arzneitherapie. Es handelt sich dabei um die Anwendung milder Heilkräuter. In der Phytotherapie bleibt das natürliche Vielstoffgemisch der Pflanze weitgehend erhalten, was ein großer Vorteil gegenüber der chemisch nachproduzierten Einzelwirkstoffen ist. Die Wirkung wird durch das komplexe Zusammenwirken mehrerer Wirkstoffe erreicht. Außerdem geschieht die Wirkstoffaufnahme relativ rasch, da sie in Flüssigkeit gelöst sind.

Heilpflanzentees sollten immer frisch zubereitet werden. Dabei sind offene Tees zu bevorzugen, da Teebeutel aus dem Lebensmittelhandel zumeist pulverisierte Kräuter enthalten, welche die Inhaltsstoffe rasch abbauen. Diese eigenen sich lediglich gut als Durstlöscher.

Heilkräutertees können mit Gewürzen wie Zimt, Vanille, Kardamom oder Gewürznelken verfeinert werden, um den Geschmack zu verbessern. Dies unterstützt zusätzlich die Wirkung der Heilkräuter.

Um eine optimale Wirkung zu erzielen, empfehlt es sich eine Kombination von mehreren Kräutern zu verwenden. Diese Mischung sollte aus drei bis fünf verschiedenen Kräutern bestehen, welche ihre Wirkung gegenseitig ergänzen bzw. unterstützen.

 

Zusammensetzung

Die wichtigste Zutat ist das Hauptmittel – es bestimmt die Art der Zubereitung. Ein Begleitmittel unterstützt bzw. ergänzt die Wirkung des Hauptmittels. Ein weiterer wichtiger Bestandteil sind die Geschmacksverbesserer. Diese verhelfen dem Heilpflanzentee zu einem ausgewogenen Aroma. Zu guter Letzt können noch Schönungs- bzw. Füllmittel hinzugefügt werden. Sie geben dem Tee eine schöne Farbe bzw. lassen sie das getrocknete Kraut nach „mehr“ aussehen.

Das Geheimnis der Zubereitung

Für die Zubereitung gibt es drei verschiedene Varianten.Green tea .

Die wohl bekannteste Art der Zubereitung ist die Überbrühung. Sie eignet sich für Blüten und Blätter. Dabei werden die Heilkräuter mit heißem Wasser übergossen, danach lässt man sie wenige Minuten ziehen. So ist es möglich, die Wirkstoffe aus dem Kraut herauszulösen ohne die chemische Struktur zu zerstören. Damit wird die maximale Wirksamkeit erreicht. Wichtig bei dieser Zubereitungsart ist jedoch, dass der Tee zugedeckt zieht, damit die ätherischen Öle nicht entweichen. Ätherische Öle werden mit dem Wasserdampf aus dem Heilkraut gelöst und legen sich am Deckel an. Daher sollte man das Kondenswasser vom Deckel in den Tee zurücklaufen lassen.

Eine weitere Möglichkeit der Zubereitung ist die Abkochung. Sie wird bei besonders harten Pflanzenteilen wie Wurzeln und Rinden durchgeführt. Hierzu werden die Pflanzenteile im Mörser zerkleinert und in kaltem Wasser angesetzt. Dann lässt man alles aufkochen und je nach Pflanze 5 bis 30 Minuten köcheln. Bevor man den Tee abseiht, lässt man ihn noch einige Minuten stehen.

Die dritte Zubereitungsart ist das Kaltansetzen (Mazerat). Dies ist die geeignete Methode für Kräuter mit hitzeempfindlichen Stoffen wie Schleimstoffe. Dabei werden die Kräuter in kaltem Wasser angesetzt und man lässt sie – je nach Heilpflanze – ein bis fünf Stunden ziehen. Gelegentlich sollte umgerührt werden. Tees dieser Art sollten nur portionsweise Tasse für Tasse vorbereitet werden, da es durch das Kaltansetzen zu einer hohen Keimbelastung kommen kann.