Bald ist es wieder soweit – der Frühling kommt. Wenn dann die Schneedecke schmilzt, beginnen die ersten Frühlingspflanzen zu wachsen. Eine davon ist der Bärlauch (Allium ursinum). Er ist ein beliebtes Küchen- aber auch Heilkraut. Zu finden ist er in schattig-feuchten Laubwäldern, meist in der Nähe von Bächen. Verwenden kann man die Blätter, Blüten, Samen (solange sie weich und weißlich sind) und die Zwiebelwurzel für köstliche Suppen, Salate, Pesto oder als gegartes Wildgemüse. Bärlauch sollte immer frisch verarbeitet werden, da er im getrockneten Zustand rasch seine Wirkung verliert.
In der Volksmedizin wird er für Magen-Darm-Beschwerden verwendet. Neben der Reinigung von Magen, Darm und Blut hat er eine blutdrucksenkende Wirkung. Außerdem wirkt er entzündungshemmend und krampflösend. Die Verdauungssäfte werden durch den hohen Gehalt an Senfölglycosiden und Schwefel angeregt. Gerne eingesetzt wird er zur Unterstützung der Behandlung von chronischen, stoffwechselbedingten Hauterkrankungen. Außerdem hilft er bei Bronchialerkrankungen, da er gegen Bakterien, Viren, Pilze und Würmer wirkt. Durch wissenschaftliche Studien konnte die antioxidative Wirkung bestätigt werden, die unter anderem einen positiven Einfluss auf das Blut- und Lymphsystem hat, wodurch dem Köper auch zu einer schnelleren Entgiftung von Stoffwechselabfallprodukten und Toxinen geholfen werden kann.

Der Bärlauch (Allium ursinum) ist eine Pflanzenart aus der Gattung Allium und somit verwandt mit Schnittlauch, Zwiebel und Knoblauch.

auch: Wilder Knoblauch
In den Medien liest man oft von der Verwechslungsgefahr mit den Blättern von Maiglöckchen und Herbstzeitlosen, die beide giftig sind. Das Erkennungsmerkmal des Bärlauchs sind sowohl der Knoblauchduft als auch der Wuchs der Blätter. Im Gegensatz zu Maiglöckchen und Herbstzeitlosen entspringen beim Bärlauch zwei einzelne Blätter und später ein Blütenstamm aus einer Zwiebelwurzel, während beim Maiglöckchen die Blätter paarweise an einem Stengel wachsen bzw. bei Herbstzeitlosen gleich mehrere Blätter an einem Stengel wachsen.

Bärlauchpesto

Wallnusspesto, walnusspesto, pesto100 g frische Bärlauchblätter waschen und trocken tupfen. Mit 5 kleinen Bärlauchzwiebeln20 g Sonnenblumenkernen 150 ml kaltgepresstem Olivenöl und etwas geriebenem Parmesankäse im Mixer zerkleinern und mit Salz und Zitrone abschmecken.

Mit Olivenöl bedeckt bleibt es im Kühlschrank ein halbes Jahr lang haltbar.

Bärlauch-Hustenmittel

1 handvoll Blätter sehr klein schneiden, mit 100 ml Wasser überbrühen. Wenn die Flüssigkeit nur noch lauwarm ist, 2 EL Honig zugeben.

Das Ganze eine halbe Stunde ziehen lassen, danach abgießen und im stündlichen Abstand je 1 TL davon einnehmen.

Fotos: © Fotolia: Birgit Brandlhuber, Doris Heinrichs, photocrew